Vor 70 Jahren bekamen viele slowakische Orte neue Namen

Gesellschaft & Politik

Vor 70 Jahren bekamen viele slowakische Orte neue Namen

10. 05. 2018 16:06

Dass Straßen oder Orte umbenannt werden, ist keine Erfindung der Moderne - denken wir etwa an das sächsische Chemnitz, das für 37 sozialistische Jahre Karl-Marx-Stadt hieß, bis es wieder zurückbenannt wurde. Schon vorher hatten die Nazis zahlreiche slawische und litauische Ortsnamen in Ostpreußen, Schlesien und der Lausitz ausgelöscht und durch deutsch klingende ersetzt. Auch auf dem Gebiet der ehemaligen Habsburger Monarchie kam es immer wieder zu derartigen Vorgängen so etwa bereits 1898. Im Jahr 1948 schließlich, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit all den politischen, territorialen und nationalen Verwerfungen, die er hinterlassen hatte, kam es in der Slowakei zu einer beispiellosen Welle von Umbenennungen. Über 700 Orte, vor allem Dörfer, erhielten per Dekret neue Namen. Wie es dazu kam, erklärt der Historiker Dr. Dušan Kováč von der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

umbenennungen
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Kay Zeisberg, Foto: Archiv, Kay Zeisberg

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