Wenn aus Roma-Kindern Künstler werden

Kultur

Wenn aus Roma-Kindern Künstler werden

07. 02. 2017 14:19

Es ist ein kalter Winterabend in der westslowakischen Stadt Trnava. Der Hauptplatz wirkt beinahe menschenleer. In der Auslage eines leerstehenden Ladenlokals läuft jedoch ein Video, in dem es vor Menschen nur so wimmelt. Es ist eine Menge Romakinder zu sehen, die mit Eifer eine riesige Leinwand bemalen, mitten auf einer Wiese, denn die Aufnahmen stammen vom letzten Sommer. Sie dokumentieren ein Projekt, das der Künstler Tomas Rafa gemeinsam mit seinen Freunden startete. Rafa ist vor allem für seine beklemmenden Videodokumentationen von Aufmärschen nationalistischer und rechtsextremer Gruppierungen in Mittelosteuropa bekannt. Außerdem macht er schon seit einigen Jahren mit künstlerischen Interventionen auf die Ausgrenzung der Roma in seinem Heimatland aufmerksam. Vor vier Jahren initiierte er zum ersten Mal einen Malworkshop in einer ostslowakischen Romasiedlung. Und 2015 machte er sich gemeinsam mit einer Kunsttherapeutin, einer Kuratorin und einem Bildhauer auf den Weg in eine der größten Romasiedlungen des Landes.

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Jürgen Rendl, Foto: Tomáš Rafa

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