Neu eröffnetes Museum des Förderschulwesens

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Neu eröffnetes Museum des Förderschulwesens

17. 05. 2017 14:20

Das Museum des Förderschulwesens im ostslowakischen Levoča hat neu eröffnet. Nach mehr als einem Jahr stehen seine Türen wieder offen und viele interessante Exponate für seine Besucher bereit. Die feierliche Eröffnung fand am Dienstag statt. Sichtlich erfreut war Museumsleiterin Štefánia Petreková:

„Wir haben die ständige Ausstellung vollkommen erneuert und modernisiert. Das heißt, wir haben alles, was hier schon 25 Jahre seit der Gründung des Museums stand, neu gestaltet. Das betrifft nicht nur irgendeine Wechselausstellung, sondern die ständige Ausstellung.

Die Exponate können die Besucher nun die folgenden fünf bis zehn Jahre besichtigen. Mit der Zeit werde die Ausstellung dann vielleicht wieder neu gestaltet, informierte die Museumsleiterin.

„Wir wollten mit der Erneuerung erreichen, dass das Museum für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist - natürlich auch für die Menschen mit besonderem Förderbedarf und Touristen."

Die Museumsbesucher können sich auf verschiedene interaktive Ausstellungsgegenstände und eine außergewöhnliche Raumgestaltung freuen. Sie haben sogar die Möglichkeit, das alltägliche Leben von Blinden hautnah zu erleben. Ein Raum simuliert nämlich den Haushalt von Leuten mit Sehbehinderung und man kann ihn nur über Hören und Tasten erkunden. Die Besucher lernen auch eine atypische Anbauküche und Alltagsgegenstände von Menschen mit Einschränkungen kennen.

Im Museum befinden sich wertvolle Originale genauso wie verschiedene Lernhilfsmittel für sehbehinderte Menschen. Die Direktorin der Schule für Sehbehinderte in Levoča Šarlota Múdra meinte, interaktive Bildung sei heutzutage auch in Museen modern. So könne man das Interesse der Besucher steigern und ihnen mehr beibringen.

Die Ausstellung ist in vier selbstständige Abteilungen aufgeteilt. Eine davon ist auch eine spezielle Bibliothek mit einem Studienraum und vier tausend Büchern. Alle Exponaten sind nicht nur auf Slowakisch und Englisch, sondern auch in Blindenschrift beschriftet.

Quelle:RTVS

Kristína Herčková, Foto: Minedu.sk

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