Slowakei sollte Batteriefabrik bauen

Tagesthema

Slowakei sollte Batteriefabrik bauen

14. 02. 2018 12:35

Für die Slowakei mit ihrer starken Automobilindustrie sollte es ein natürliches Bestreben sein, an europaweiten Bemühungen zur Herstellung von Batterien mitzuwirken. Diese werden nämlich in der Zukunft nicht nur für Elektroautos, sondern auch für die gesamte kohlenstoffarme Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung sein. Dies sagte der EU-Kommissar für die Energieunion Maroš Šefčovič auf dem zweiten Treffen der europäischen Batterie-Allianz in Brüssel. Ziel der Verhandlungen war es, die politischen Verpflichtungen der Mitgliedsstaaten zum Aufbau von Produktionskapazitäten für große Mengen von Batterien in der EU zu stärken. Außerdem galt es, Initiativen in diesem Bereich, einschließlich grenzüberschreitender Industrieprojekte, zu diskutieren und Finanzierungsinstrumente zu identifizieren.

Šefčovič wies darauf hin, dass auch für die Slowakei die Möglichkeit bestehe, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Nach dem Jahr 2025 sollte der Batteriemarkt mit einem Zuwachs an Elektroautos und Hybridfahrzeugen ein Jahresvolumen von rund 250 Milliarden Euro erreichen.

"Für die Slowakei sollte das also eine natürliche Ambition sein, auch weil wir jedes Jahr mehr als eine Million Autos produzieren. Und wenn wir uns vorstellen, dass ein Drittel dieser Autos in zehn Jahren eine starke elektrische Komponente haben sollte, dann sollte es ein selbstverständliches Bestreben sein, diese Batterien nicht aus dem Ausland importieren zu müssen, sondern sie in der Slowakei produzieren zu können."

Šefčovič, der auch für die Batterie-Allianz in der EU zuständig ist, erklärte, dass Europa zehn bis zwanzig Giga-Batteriefabriken brauchen werde, um die zukünftige Nachfrage decken zu können. Eine der Fabriken könnte laut ihm im Dreieck zwischen den größten Autoherstellern in der Nähe von Nitra errichtet werden. Um die Mechanismen für die Bereitstellung finanzieller Förderungen zu schaffen, sei eine konzentrierte Anstrengung der Regierung, der Forschungsinstitute und Universitäten erforderlich, die mit den Autoherstellern eng zusammenarbeiten werden.

Auf europäischer Ebene wird sich an diesen Plänen die Europäische Investitionsbank beteiligen. Laut Šefčovič sollte der Schwerpunkt auch auf der Umstrukturierung einiger EU-Fonds liegen. Was die nationalen Haushalte anbelangt, sollten staatliche Beihilfen gewährt werden.

Das nächste Treffen der europäischen Batterie-Allianz findet am 23. Februar im Rahmen der EU-Industrietage in Brüssel statt. Bis dahin wird Šefčovič diese Initiative auch dem Europäischen Parlament vorstellen.

Quelle: TASR


Ľubica Tvarožková, Foto: TASR

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