Modernisierte Flotte von Militärtransportflugzeugen

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Modernisierte Flotte von Militärtransportflugzeugen

10. 04. 2018 14:12

Die slowakischen Luftstreitkräfte verfügen jüngst über eine zwar kleine, jedoch modernisierte Flotte von militärischen Mehrzwecktransportern. Neun kleine Transportflugzeuge des Typs Let L-410 und acht aus Russland stammende Transporthubschrauber Mil Mi-8 wurden vor kurzem durch zwei moderne Transporthubschrauber Black Hawk und vor allem durch zwei moderne Transportflugzeuge C-27 Spartan ergänzt. Der zweite Spartan landete erst am Montag zum ersten Mal auf seiner neuen Basis Kuchyňa in der westslowakischen Region Záhorie. Die Slowakei hat für beide italienische Flugzeuge insgesamt 118 Million Euro bezahlt. Das erste hat bereits einen Einsatz in Zypern hinter sich, wo es Versorgungsgüter für die slowakischen Truppen beförderte. Die zweite Maschine muss sich noch Betriebstests unterziehen, erklärt Generalstabschef Milan Maxim: „Mit diesem Flieger werden die Besatzungen weitere Flugstunden und Erfahrung sammeln, damit spätestens im September dieses Jahres alle Funktionalitäten des Flugzeugs genutzt werden können."

Die slowakischen Luftstreitkräfte haben derzeit zwei Besatzungen, die für die neuen Flugzeuge bereit sind. Diese wurden noch unter dem Verteidigungsminister Martin Glváč zu einem Stückpreis von 36 Millionen Euro bestellt. Umstritten blieb der Preis für die sogenannte logistische Unterstützung seitens des Herstellers in einer Höhe von 21 Millionen Euro. Sowohl Glváč als auch sein Nachfolger auf dem Posten des Verteidigungsministers, Peter Gajdoš, wollen nicht veröffentlichen, wofür genau der Staat hierbei bezahlte: „Ich sehe keinen Grund, warum ich die Normen brechen sollte. Solange es sich um einen Geheimvertrag handelt, so werden wir diese Regelung einhalten."

Verteidigungsminister Gajdoš betont außerdem, dass mit der Ankunft des zweiten Transportflugzeuges C-27 Spartan die Modernisierung von Transportkapazitäten der Luftstreitkräfte abgeschlossen sei. Für die folgende Dekade seien keine weiteren Einkäufe in diesem Bereich geplant. Dies gilt allerdings nicht für den Rest der Streitkräfte. 1,2 Milliarden Euro stehen für neue Kampffahrzeuge bereit. Außerdem plant das Verteidigungsressort um eine Milliarde Euro auch neue Düsenjäger anzuschaffen.

Quelle: RTVS



Juraj Pavlovič, Foto: TASR

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