Am Samstag wird die Schmerzensreiche Jungfrau Maria gefeiert

Tagesthema

Am Samstag wird die Schmerzensreiche Jungfrau Maria gefeiert

14. 09. 2018 13:09

Am Samstag feiern die Katholiken in der Welt das Fest der schmerzensreichen Jungfrau Maria. Im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche wird am 15. September der Gedenktag begangen, nur in der Slowakei gilt dieser Tag als staatlicher Feiertag. Dies ergibt sich aus der langjährigen Tradition der Verehrung der Gottes Mutter, vor allem der Schmerzensmutter, bei der die slowakischen Gläubigen in schweren Zeiten Zuflucht suchten. Ein traditioneller Bestandteil dieses kirchlichen Feiertages ist in der Slowakei die nationale Wallfahrt ins westslowakische Šaštín. In diesem Jahr versammeln sich hier die Gläubigen vom 14. bis 16. September. Der Anfang dieser Tradition reicht ins Jahr 1564, wo Angela Bakičová, Gattin des Grafen Imrich Czobor die Statue der Mater Dolorosa ausfertigen ließ, als ein Dankeschön für die Rettung ihrer Ehe. Die Verehrung der Schmerzensmutter verabschiedete Papst Benedict XIII. im Jahr 1727. Ihr Symbol für die slowakischen Gläubigen wurde die Pieta von Šaštín - die Statue der sitzenden Gottesmutter mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus. Anlässlich des 200. Jahrestages der Festlegung des Feiertages erklärte Papst Pius XI. die Schmerzensreiche Jungfrau Maria zur Patronin der Slowakei und der im Ausland lebenden Slowaken. Im Jahr 1964 erteilte Papst Paul VI. der Kirche in Šaštín den Titel Basilica Minor. Somit wurde das hiesige Gotteshaus zur ersten Basilika in der Slowakei.

Am Freitag machen sich dieses Jahr die Gläubigen vom Ufer des Flusses March in der Gemeinde Závod im westslowakischen Landkreis Malacky aus nach Šaštín auf den Weg. Auf den Spuren des Seligen Titus Zeman werden sie zu Fuß in den Wallfahrtsort wandern, wo am Samstag eine Feier stattfindet. Die Pilgerfahrt organisiert die Bratislavaer Erzdiözese. Für die Pilger sind auf dem Weg mehrere Aktivitäten, eine Katechese und Gebete vorbereitet. Laut Organisatoren wird man an Titus Zeman erinnern, den slowakischen römisch-katholischen Ordensgeistlichen, der als Seliger verehrt wird - und über den eigenen Lebensweg nachdenken.


Quelle: TASR


Jana Hrbeková, Foto: TASR

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