Schulministerium will Lehrerberuf attraktiver machen

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Schulministerium will Lehrerberuf attraktiver machen

04. 01. 2019 13:23

Wenn man die Attraktivität des Lehrerberufes erhöhen will, ist Geld nicht das einzige Mittel. Höhere Gehälter der Lehrer sind jedoch wichtig, um dieses Ziel zu erreichen. Dies sagte die slowakische Schulministerin Martina Lubyová: „Wir bemühen uns, in der Sache der Entlohnung zu intervenieren. Wir sind uns jedoch dessen bewusst, dass für die Lehrer auch die Arbeitsbedingungen sehr wichtig sind, ebenso wie ihre Anerkennung in der Gesellschaft."

Eines der Hauptmotive des nationalen Programms für die Entwicklung der Bildung und Erziehung ist es daher, das Ansehen dieses Berufes zu erhöhen. Laut Lubyová sei dazu eine engere Zusammenarbeit nicht nur mit den Eltern, sondern auch mit der ganzen Öffentlichkeit notwendig. Das Ministerium ließ sich bei der Vorbereitung des Programms vom finnischen Bildungsmodell inspirieren. Das Ressort will an weiteren Vorkehrungen arbeiten, die die Stellung der Lehrer verbessern sollen. Es geht zum Beispiel um eine Revision der Fachstandards für Lehrer, der Definition ihrer pädagogischen Tätigkeit und ihrer Entlohnung. Daneben wolle man die Zahl der Fachkräfte in den Schulen erhöhen: der Assistenzlehrer, der Karriereberater, Sozialpädagogen, Schulpsychologen und Spezialpädagogen. Diese sollen eine höhere Inklusion sichern und die Arbeit der Lehrer erleichtern. Als wichtig bezeichnete die Schulministerin auch die Änderung im System der Fortbildung der Lehrer: „Mit dem Gesetz für pädagogische Kräfte haben wir eine Reform des slowakischen Bildungssystems vorgeschlagen. Die Lehrer müssen sich ähnlich wie andere Fachkräfte im Laufe ihrer ganzen Karriere weiterbilden."

Das Ministerium will den Lehrern eine Fortbildung ermöglichen, die für ihre Schule wie auch für sie persönlich wertvoll ist. Laut der internationalen Studie TALIS unterscheiden sich die slowakischen Lehrer von ihren Kollegen in den OECD-Ländern in mehreren Aspekten. Sie vertrauen ihren Fähigkeiten mehr als die Lehrer im OECD-Durchschnitt, haben aber seltener das Gefühl, dass sie von der Gesellschaft angesehen sind. In ihren Arbeitsmethoden nutzen sie etwa deutlich weniger innovative Methoden als ihre ausländischen Kollegen. Dies sollte das neue System ändern. Das Ressort plant, in diesem Jahr ein Symposium für slowakische Lehrer zu organisieren, für das die OECD internationale Fachleute im Bereich innovative Bildung entsenden soll.

Quelle: TASR


Jana Hrbeková, Foto: TASR

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