Minderheitensprachen stärker genutzt

Tagesthema

Minderheitensprachen stärker genutzt

10. 01. 2019 12:43

In der Slowakei hat in den letzten zwei Jahren die Nutzung von Minderheitensprachen im Amtsverkehr zugenommen. Dies ist in einem Bericht festgehalten, den die slowakische Regierung auf der Sitzung am Mittwoch billigte. Der „Bericht über die Nutzung der Minderheitensprachen auf dem Gebiet der Slowakei für die Zeitspanne 2017 bis 2018" wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt des Regierungsbeauftragten für nationale Minderheiten ausgearbeitet.

Dem Regierungsbeauftragten László Bukovsky zufolge habe man alle Menschen, die das Gesetz über die Nutzung der Minderheitensprachen betrifft, angesprochen, um einen möglichst detaillierten Bericht ausarbeiten zu können. Im Vergleich zum Jahr 2016 habe man so festgestellt, dass die Minderheitensprachen im Allgemeinen stärker genutzt werden. Dies gelte vor allem für die ungarische Sprache und Romani.

Es handelt sich bei dem Bericht um den vierten in Folge. Er wird alle zwei Jahre ausgearbeitet. Ziel ist es, ein komplexes Bild der Nutzung der ungarischen, ruthenischen, ukrainischen, deutschen und Romani-Sprache in den Gemeinden zu erhalten, in denen die Vertreter der nationalen Minderheit mindestens ein Fünftel der gesamten Einwohnerzahl ausmachen. Anhand eines Fragebogens wurde eine Umfrage durchgeführt, an der sich 760 Teilnehmer beteiligten.

In den vergangenen Jahren stieg auch die Anzahl der Angestellten der Gemeinden, die Romani sprechen, von 10 auf 27 Prozent. Andererseits sank in den Gemeinden mit einer ruthenischen Minderheit die Anzahl mit Kenntnissen der Minderheitensprache von 92 auf 85 Prozent, bei der ukrainischen Minderheit von 67 auf 53 Prozent. Doch die Situation verbesserte sich aus Sicht der Nutzung der Minderheitensprachen im Amtsverkehr bei jeder der Minderheiten.

Auf 80 Prozent stieg die Anzahl der Gemeinden, in denen bei Sitzungen der Gemeindevertreter die Minderheitensprache benutzt wird. Außerdem erhöhte sich die Zahl der Gemeinden, die zweisprachige Ortsschilder und Informationstafeln haben.

Quelle: TASR


Sofia Miklovic, Foto: TASR

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