Plagiatsaffäre österreichischer Arbeitsministerin führt auch in die Slowakei

Plagiatsaffäre österreichischer Arbeitsministerin führt auch in die Slowakei

Die österreichische Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) ist am Wochenende nach einer Plagiatsaffäre zurückgetreten. Aschbacher wurde unter anderem vorgeworfen, zumindest ein Fünftel des Textes ihrer Dissertation, die sie 2020 an der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava eingereicht hatte, ohne ordentliche Kennzeichnung aus anderen Quellen kopiert zu haben. Die Slowakische Technische Universität will Aschbachers Dissertation nun noch einmal gründlich überprüfen. Im Vorjahr wurde auch die slowakische politische Szene von Plagiatsaffären erschüttert, als sowohl Parlamentspräsident Boris Kollár (Sme rodina), Bildungsminister Branislav Gröhling (SaS) als auch Premier Igor Matovič (OĽaNO) im Zusammenhang mit ihren Diplomarbeiten unter Plagiatsverdacht standen. Mit Plagiatsvorwürfen hatte sich zuvor auch der ehemalige Parlamentschef Andrej Danko (SNS) auseinanderzusetzen. Weder Kollár, Gröhling und Matovič, noch Danko zogen daraus politische Konsequenzen und keiner von ihnen ist von seinem Posten zurückgetreten.

Quelle: TASR, Der Standard

Juraj Pavlovič, Foto: Wikimedia/Bundesministerium für Finanzen