100 Jahre Internationale Freiwilligenlager in der Slowakei

100 Jahre Internationale Freiwilligenlager in der Slowakei

Internationale Workcamps sind eine einzigartige Gelegenheit für Menschen, die ein neues Land, eine neue Kultur und neue Menschen kennenlernen und dabei als Freiwillige etwas Nützliches für die Gesellschaft tun wollen. Die Interessenten können zwei bis drei Wochen bei gemeinnützigen Projekten helfen, wie etwa Strände oder Wälder reinigen, historische Denkmäler renovieren, Festivals organisieren, mit Tieren arbeiten oder beim Naturschutz mithelfen. In der Slowakei gibt es diese Camps bereits seit 100 Jahren. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fand die erste internationale Veranstaltung dieser Art statt. Die gemeinsame Arbeit junger Menschen war damals ein Ausdruck der Solidarität.

Auch dieses Jahr kommen die Freiwilligen während des Sommers an verschiedenen Orten der Slowakei zusammen, informierte die Koordinatorin der Projekte von der gemeinnützigen Organisation Inex Slovakia, Miroslava Zváčová: Den 100. Geburtstag der Workcamps feiern wir vor allem in der Slowakei. Die Freiwilligen treffen sich heuer auf den Burgen Obišov und Čierny hrad, in der Gemeinde Slatinka beim mittelslowakischen Zvolen oder im Geburtsort des slowakischen Schriftstellers Ivan Krasko, Lukovištia."

In Lukovištia wird im Rahmen des Workcamps die ehemalige Schule in ein künstlerisches Zentrum umgebaut. In der Ostslowakei befindet sich der sogenannte „Prešover Burgenweg", der von sechs Burgen gebildet ist. Eine von ihnen ist die erwähnte Burg Obišov, die von den Freiwilligen im August renoviert wird. In der Gemeinde Slatinka werden sich die Freiwilligen mit Umweltaktivitäten beschäftigen.

In diesem Jahr sind die Workcamps wegen der epidemiologischen Situation kürzer - meist nur viertägig. Teilnehmen dürfen nur Freiwillige aus der Slowakei im Alter von 18 bis 99 Jahren. Für die Teilnehmer wird auch immer ein Workshop vorbereitet - zu Themen wie Ökologie, Multikulturalität oder Entwicklung des Selbstbewusstseins. Die Projekte werden vom Slowakischen Bildungsministerium finanziell gefördert.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: INEX Slovakia