Boris a Brambor
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Wie hoch werden die Corona-Hilfen sein?

Wie hoch werden die Corona-Hilfen sein?

In die Tourismusbranche sollen demnächst 100 Millionen Euro fließen. Einen Erwerbsersatz darf jeder beantragen, der im Vergleich zum Vorjahr mehr als 40 Prozent Umsatzverlust aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet hat. Verkehrsminister Andrej Doležal (Sme rodina) erklärte, dass die Höhe der Finanzhilfe zwischen vier und zehn Prozent der im Jahr 2019 erwirtschafteten Umsätze betragen soll:

„Wenn zum Beispiel ein Restaurant dieses Jahr im April geschlossen war, ist es logisch, dass es im Vergleich zum April 2019 einen hundertprozentigen Umsatzverlust verzeichnete. Dieser Betrieb hat daher einen Anspruch auf eine Kompensation in Höhe von zehn Prozent, die vom Umsatz im April 2019 errechnet wird."

Doležal fügte hinzu, dass auch eine rückwirkende Antragstellung möglich sei. Einen Hilfeplan hat diese Woche auch das Kulturressort vorgestellt. Berücksichtigt werden dabei nun auch die Mitarbeiter in der Kultur- und Kreativwirtschaft, die zugleich einen Gewerbeschein besitzen. Ministerin Natália Milanová (OĽaNO) spricht von Hilfen in Höhe von 810 Euro:

„Von dieser Summe wird allerdings der Nettolohn aus einem Arbeitsverhältnis weggerechnet. Zum Beispiel, wenn jemand beim Arbeitgeber 200 Euro netto verdient, werden diese von den 810 Euro abgezogen und dem Antragsteller werden 610 Euro als Hilfeleistung bereitgestellt."

Ein Zusammengehen vom Haupt- und Nebenberuf in der Kultur- und Kreativwirtschaft betrifft rund 14.000 Personen im Land. Die Regierung verabschiedete auch ein Hilfspaket für die Sportler. Diejenigen, die keine Sozialversicherung einbezahlt haben, durften bisher nur eine SOS- Hilfe in Höhe von 210 Euro beziehen. Jetzt können sie mit 315 Euro entschädigt werden, wenn sie mindestens 80 Prozent Einkommensverlust aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnet haben. Wenn die Sportler zusätzlich zur Sporttätigkeit eine Nebenbeschäftigung haben, wird der aus dieser erworbene Nettolohn auch hier von der Gesamthilfe abgezogen. Wieder Kulturministerin Natália Milanová:

„Es ist das Gleiche wie bei dem Beispiel aus der Kulturbranche. Wenn ein Sportler aus der Hauptbeschäftigung 200 Euro netto bekommt, werden diese von den 315 Euro weggerechnet und eine Hilfeleistung von 115 Euro anerkannt."

Quelle: RTVS

Elena Seeber, Foto: TASR