Ausländische Gesundheitskräfte könnten der Slowakei helfen

Ausländische Gesundheitskräfte könnten der Slowakei helfen

Zehn Ärzte und 25 Krankenschwestern könnten aus dem Ausland in die Slowakei kommen, um bei der Versorgung von Covid-Patienten zu helfen. Das slowakische Gesundheitsministerium hatte wegen der sich weiter verschlechternden epidemiologischen Situation die Regierung beauftragt, den EU-Zivilschutz-Mechanismus zu aktivieren. Die Regierung stimmte dem Vorschlag bereits am Mittwoch (17.2.) zu. Den Antrag an den EU-Zivilschutz-Mechanismus stellt wiederum das Innenministerium im Namen der Slowakischen Republik. Die ausländischen Gesundheitskräfte sollten bei der Behandlung und Pflege von Covid-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf helfen, informierte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums Zuzana Eliášová: „Ziel ist es, die Kapazität des Personals auf den Intensivstationen und Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin zu stärken."

Im Fall einer weiteren Verschlechterung der Situation rechnet das Ministerium mit der Erhöhung der Anzahl ausländischer Gesundheitskräfte. Vorerst rechne man damit, dass die Aushilfsteams aus dem Ausland für einen Monat in die Slowakei kommen könnten. Das Gesundheitsressort wird nach Absprache mit dem Innenressort die Krankenhäuser auswählen, in denen die ausländischen Ärzte und Krankenschwestern aushelfen sollen. Das Ministerium stellt für sie die materiell-technische Ausrüstung einschließlich Schutzmitteln sicher. Ebenso wird es für sie auch die Unterkunft sowie Hilfe bei Verwaltungsangelegenheiten gewährleisten.

Laut Gesundheitsminister Marek Krajčí (OĽANO) wurde der Mangel an Gesundheitspersonal auch mit der Ausbreitung der neuen Mutationen des Coronavirus verursacht. Der Staatssekretär des Gesundheitsministeriums, Peter Stachura, informierte, dass das größte Problem bei der Sicherung der Gesundheitsfürsorge der Mangel an spezialisierten Kräften sei, die sich um die am schwersten betroffenen Patienten kümmern. Diese könne man nicht einfach mit den Ärzten aus dem Ambulanzsektor ersetzen.

Hilfe bei der Bewältigung der Krise hat unterdessen das benachbarte Österreich der Slowakei angeboten. Wie am Mittwoch (17.2.) das Verteidigungsministerium in Wien informierte, könnte man Gesundheitspersonal der österreichischen Armee in die Slowakei schicken. In der Erklärung für die Agentur APA heißt es, dass momentan die konkreten Zahlen und andere Details der Hilfe untersucht werden.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: TASR