Mehr Erfindungen trotz Corona-Pandemie

Mehr Erfindungen trotz Corona-Pandemie

Der diesjährige Welttag des geistigen Eigentums wurde in der Slowakei den kleinen und mittleren Unternehmen gewidmet. Das slowakische Amt für Industrie-Eigentum hat dafür das Motto „Schütze deine Ideen" ausgerufen. Laut dessen Leiter Matúš Medvec stellten kleine und mittlere Unternehmen rund 99 Prozent aller Betriebe und Unternehmen im Land. Sie seien eine bedeutende Quelle von Innovationen, die wiederum die Konkurrenzfähigkeit beeinflusse. In diesem Zusammenhang sei auch der Schutz des geistigen Eigentums unabdingbar, betonte Medvec: „Diese Betriebe beschäftigen etwa zwei Drittel aller Angestellten. Schätzungen zufolge üben 30 bis 60 Prozent dieser Subjekte ihre Handelstätigkeit länger als fünf Jahre aus. Unsere Aufgabe ist es, sie beim Schutz ihrer Ideen und Einfälle zu unterstützen. Der Schutz der Innovationen vor ihrem Missbrauch erhöht den Umsatz, das Potential sowie den Wert eines Betriebes."

Die Corona-Pandemie, die die ganze Welt erfasste und somit auch die meisten Betriebe jeder Branche, beeinflusste das geistige Eigentum nur minimal. Im Gegenteil zeigte es sich, dass die Slowaken sehr innovativ sind. Die Anzahl der slowakischen Erfindungen stieg im letzten Jahr sogar um ganze 20 Prozent. Viele von ihnen sorgten auch für Verbesserungen bei der Bekämpfung der Pandemie. Den mit 35 Prozent stärksten Zuwachs verzeichnete das Amt für Industrie-Eigentum bei den Anmeldungen im Bereich Design. Bei den Patenten gab es im Vorjahr knapp 3.000 Anmeldungen, um 4 Prozent mehr als 2019.

Der Welttag des geistigen Eigentums (26. April) wurde eingerichtet, um die Bedeutung der Rechte des geistigen Eigentums - wie z. B. Patente, Marken, Muster und Urheberrechte - hervorzuheben. Die Rechte des geistigen Eigentums werden geschützt, um zu gewährleisten, dass kreative Leistungen belohnt und Investitionen in neue und effizientere Produkte angeregt werden. Gerade von ihnen gehen in der heutigen wissensbasierten Wirtschaft starke Beschäftigungsimpulse aus.

Quelle: TASR

Sofia Miklovic, Foto: AP/TASR