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Obst- und Gemüseerzeuger schließen sich wenig zusammen

Obst- und Gemüseerzeuger schließen sich wenig zusammen

Die slowakischen Obst- und Gemüseproduzenten können sich nur schwierig auf dem Markt durchsetzen. Besonders außerhalb der Saison sind einheimische Produkte dieser Art in den Supermärkten nur wenig vertreten. Beim Obst sind es ungefähr 30 Prozent, beim Gemüse 40 Prozent. Die landwirtschaftliche Zahlungsagentur (PPA) rät den Landwirten, sich in Verkaufsgenossenschaften zusammenzuschließen, doch dies passiert eher selten.

Einige Vorreiter gibt es dennoch. Im südwestslowakischen Dunajská Lužná etwa haben sich die Erzeuger bereits 2002 zusammengeschlossen. Heute sind es bereits 17 Landwirte, die auf diese Weise zusammenarbeiten. Sie beraten untereinander, bei welchen Sorten auf dem Markt gerade die größte Nachfrage herrscht. Gleichzeitig verfügen sie über gemeinsame Lagerhäuser und sie teilen sich auch die Landwirtschaftstechnik. So senken diese Landwirte ihre Kosten, steigern die Produktion und im Endeffekt können sie den Großabnehmern ihre Ware zu einem niedrigeren Preis anbieten. Gerade die fehlende Lagerkapazität sei das größte Problem für die meisten Landwirte, sagt Martin Krajčovič von der Slowakischen Allianz für modernen Handel: „Während der Saison gibt es auf dem europäischen Markt bei Obst und Gemüse einen Überschuss und diese Produkte werden zu relativ niedrigen Preisen verkauft. In den Wintermonaten steigen die Preise jedoch deutlich. Unsere Obst- und Gemüseproduzenten können ihre Erzeugnisse aber nicht lagern und müssen ihre ganze Ernte noch während der Saison loswerden, statt sie auch im Winter zum besseren Preis zu verkaufen.“

Slowakische Landwirte bilden immer noch zu selten Verkaufsgenossenschaften. Gegenwärtig gibt es landesweit nur sechs solcher Organisationen. In den umliegenden Ländern sieht die Lage ganz anders aus. Laut den Statistiken der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2019 gab es allein in Tschechien 32 solche Erzeugerzusammenschlüsse und in Ungarn doppelt so viel. Insgesamt waren vor drei Jahren in der Europäischen Union 3.400 landwirtschaftliche Organisationen dieser Art, drei Viertel davon in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien aktiv.

Quelle: RTVS, Euractiv

Juraj Pavlovič, Foto: TASR

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