Jurkovič-Heizwerk bei weltweitem Architekturwettbewerb ausgezeichnet

Jurkovič-Heizwerk bei weltweitem Architekturwettbewerb ausgezeichnet

Die Sanierung des ehemaligen Jurkovič-Heizwerks (Jurkovičova tepláreň) in Bratislava hat man bei einem weltweiten Architekturwettbewerb im spanischen Bilbao ausgezeichnet. Das Gebäude, ehemals als Heizwerk Bratislava bekannt, ist ein nationales Kulturdenkmal und erhielt im Rahmen des Architecture MasterPrize Award 2022 die höchste Auszeichnung in der Kategorie Industriearchitektur. Dieses Projekt wurde unter mehr als 1.000 Projekten aus 65 Ländern der Welt als überhaupt erstes Bauwerk aus der Slowakei ausgezeichnet.

„Dies ist der Beweis dafür, dass wir auch in der Slowakei Bauwerke von internationaler Bedeutung haben. Das Jurkovič-Heizwerk ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit und ein Raum, der moderne Arbeitsumgebung, Kultur und Gastronomie in einer neuen Zone von Bratislava verbindet,“ stellte der Chefarchitekt der Erneuerungsarbeiten Martin Paško fest.

Die umfassende Sanierung dieses Heizwerks erforderte Kosten von über 13 Millionen Euro. Das Gebäude ist ein Bestandteil der Mehrzweckanlage Sky Park mit einem Stadtpark von der Architektin Zaha Hadid und befindet sich in der ehemaligen Industriezone von Bratislava zwischen den Straßen Čulenova, Továrenská und Bottova. Es handelt sich um einen imposanten Ziegelbau, bei dessen Sanierung rund 31 000 Originalziegelsteine verwendet wurden. Gebaut wurde dieses Heizwerk in den Jahren 1941 bis 1944. Es war in das Industriezentrum von Bratislava integriert und lag außerhalb des historischen Stadtkerns. Aufgrund der Nähe zum Hafen und einem Rangierbahnhof entstanden dort mehrere Fabriken, zum Beispiel die Pressburger Zwirnfabrik, Gumon, Kablo und auch die Raffinerie Apollo. Das Jurkovič-Heizwerk ist einer der letzten Überreste der industriellen Vergangenheit dieses Viertels von Bratislava. Während der Bombardierung der Raffinerie Apollo im Zweiten Weltkrieg wurde das Heizwerkgebäude teilweise zerstört und verwahrloste lange Zeit, bis es schließlich saniert und 2021 mit neuem Verwendungszweck wiedereröffnet wurde. Heute birgt es Büros, Galerien, Cafés und Restaurants.

Quelle: RTVS

Kerstin Plaschke-Jakubik, Foto: TASR

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