Mythen über die Roma dekonstruieren: Der Sozialanthropologe Andrej Belák

Mythen über die Roma dekonstruieren: Der Sozialanthropologe Andrej Belák

Seit ich in der Slowakei lebe, begegne ich immer wieder scharfen Vorurteilen gegenüber den Roma, die oft in absurden Mythen verwurzelt scheinen. Dabei vermag es mich stets zu verwundern, wie wenig selbst heute oft Angehörige der hiesigen Mehrheitsgesellschaft vom Leben ihrer Mitmenschen zu wissen scheinen. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass die hiesigen Roma, also fast zehn Prozent der slowakischen Bevölkerung, immer wieder mit Vorurteilen und Benachteiligungen in verschiedenen Lebenssituationen konfrontiert werden? Und dass rund 140.000 von ihnen in Ausgrenzung und unter oft unzumutbaren hygienischen Bedingungen leben?

Mit diesen und weiteren Fragen wandte ich mich an Andrej Belák. Er ist Sozialanthropologe und beschäftigt sich bereits seit zwei Jahrzehnten mit den slowakischen Roma. Aufmerksam wurde ich auf ihn vor ein paar Jahren im Zusammenhang mit einer richtungsweisenden Feldforschung zur Gesundheit in slowakischen Roma-Siedlungen, die er leitete. In seiner forschenden Tätigkeit an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAV) widmete er sich in den letzten Jahren vor allem den Ursachen und Möglichkeiten zur Beseitigung von gesundheitlichen Ungleichheiten zwischen den ausgegrenzten Roma und der Mehrheitsbevölkerung in der Slowakei.

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Jürgen Rendl, Foto: Privatarchiv Andrej Belák

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