Zeitschrift und Onlineportal für die deutsche Minderheit

Kultur

Zeitschrift und Onlineportal für die deutsche Minderheit

01. 02. 2018 13:46

Das Karpatenblatt, die Zeitschrift und das Onlineportal für die Karpatendeutschen in der Slowakei wird seit 1992 vom Karpatendeutschen Verein mit Unterstützung des Regierungsamtes der Slowakischen Republik herausgegeben. Auf der Webseite www.karpatenblatt.sk hat man Zugriff auf ein fast vollständiges Archiv der inzwischen mehr als 300 Ausgaben. Dabei fällt auf, dass sich das Heft gestalterisch und inhaltlich gerade in den letzten 3 Jahren stark gewandelt hat. Nur die etwas altväterliche Titelzeile in Frakturschrift war noch bis vor kurzem ein Überbleibsel aus der Zeit der Gründung, wie mir Chefredakteurin Katrin Litschko bei unserem Treffen in ihrem Bratislavaer Lieblingscafé verriet. Doch seit der Januarausgabe 2018 ist nun alles modern und frisch, und immer neue Projekte für und mit jungen Leuten werden entwickelt.

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Bratislava. Pressburg. Spaziergänge mit Karpatendeutschen
Germanistik-Studenten der Komenius-Universität in Bratislava haben sich auf die Suche nach persönlichen Geschichten der Karpatendeutschen in der slowakischen Hauptstadt begeben. Sie hörten sich die Erzählungen der alten Pressburger an und verarbeiteten sie literarisch. Die Geschichten, Gedichte und Videos mit Reaktionen der Karpatendeutschen kann man sich über die Webseite des Karpatenblattes direkt an den Orten der Erzählungen anhören, denn dort findet sich auch ein Stadtplan mit den gekennzeichneten Orten. Die Studenten trafen sich mit Karpatendeutschen, die in Pressburg leben und ließen sich eine persönliche Geschichte über einen Ort dieser Stadt erzählen. Im Kurs „Kreatives Schreiben" verarbeiteten sie die Erzählungen dann literarisch. Das Projekt leiteten Eva Schörkhuber und Katrin Litschko. RSI bekam dankenswerter Weise die Möglichkeit, die Tonaufnahmen musikalisch aufzubereiten und in den Magazinsendungen „Die Slowakei hautnah" zu veröffentlichen.

Heute: Die Tolstého-Straße
Wie war es eigentlich vor dem Zweiten Weltkrieg zur Schule zu gehen? Gab es extra Bildungseinrichtungen für Deutsche? Und wie hat der Krieg das Leben junger Menschen verändert? Lucia Moravčíková, Marta Lukášová und Lenka Stehlíkov fanden dies im Gespräch mit Professor Otto Sobek, dem KDV-Vorsitzenden der Region Pressburg, heraus. Hören Sie hier den Text, der nach dem Treffen entstand - es liest Katrin Litschko. Mit Musik von Johann Nepomuk Hummel.

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Kay Zeisberg, Foto: Karpatenblatt

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