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6. Oktober – Gedenktag der Dukla-Opfer

6. Oktober – Gedenktag der Dukla-Opfer

Wie jedes Jahr finden am 6. Oktober an den Denkmälern im Dukla-Pass und in der Stadt Svidník im Osten der Slowakei Gedenkveranstaltungen statt. Der Gedenktag der Dukla-Opfer erinnert an die sogenannte Karpaten-Dukla-Operation – eine Angriffsoperation der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges, die vom 8. September bis zum 28. Oktober 1944 dauerte. Ziel der Operation war es, die Nazi-Truppen in den Ausläufern der Karpaten zu zerschlagen und die Karpatenkämme schnell in Richtung Slowakei zu überqueren, um den Slowakischen Nationalaufstand (SNP) zu unterstützen. Dabei handelte es sich um einen der beiden Teile der umfangreicheren Ostkarpatischen Operation.

Besonders hart wurde um den Dukla-Pass gekämpft, bis er schließlich am 6. Oktober durch Truppen der 38. sowjetischen Armee und Angehörige des Ersten Tschechoslowakischen Armeekorps in der Sowjetunion unter dem Kommando von General Ludvík Svoboda besetzt wurde. Obwohl die Operation das Hauptziel – eine Verbindung zu den Aufständischen – nicht erfüllte, war das deutsche Kommando gezwungen, 12.500 Männer aus der Ostslowakei abzuziehen, was sich günstig auf die vorübergehende Stabilisierung der Front der Aufständischen auswirkte.

Die Karpaten-Dukla-Operation war eine der schwierigsten und blutigsten Operationen des Zweiten Weltkriegs. Sie erforderte zahlreiche Opfer auf beiden Seiten der Kampflinie. Die 38. sowjetische Armee verlor über 13.000 Soldaten, knapp 49.000 Soldaten wurden verletzt. Auch die Einheiten des 1. tschechoslowakischen Armeekorps verloren 1.630 Soldaten, über 4.000 wurden verwundet. Die Verluste auf der Seite der Nazi-Truppen wurden auf 52.000 Tote und Verwundete geschätzt.

An die Kämpfe im Dukla-Pass und die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnern die nationalen Kulturdenkmäler „Das Dukla-Schlachtfeld“ und die Denkmäler in Dukla und Svidník. Die Dominante des nationalen Kulturdenkmals ist das 28 Meter hohe Denkmal des tschechoslowakischen Armeekorps, welches 1949 nach dem architektonischen Entwurf des tschechischen Architekten Josef Grus errichtet wurde. Anlässlich des 70. Jahrestages der Karpaten-Dukla- Operation wurde auf dem Gelände eine künstlerische Kopie der Originalstatue eines tschechoslowakischen Soldaten aufgestellt, die vom tschechischen Bildhauer Jan Adolf Vítek stammt. Die Skulpturengruppe „Žalujem“ (Ich klage) des slowakischen Bildhauers Ján Kulich wurde in den modernisierten Räumlichkeiten des Dukla-Aussichtsturms aufgestellt.

Quelle: TASR

Jana Hrbeková, Foto: TASR

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